Ihre Rechte kennen: Sportwettenrecht in Deutschland

Das deutsche Glücksspielrecht hat mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) die bedeutendste Reform seit Jahrzehnten erfahren. Erstmals gibt es in Deutschland einen einheitlichen, bundesweiten Regulierungsrahmen für Online-Sportwetten, der über die neu gegründete Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) verwaltet wird. Für erfahrene und professionelle Wettende ist das regulatorische Umfeld nun strukturierter, aber in einigen Punkten restriktiver als zuvor. Dieser Leitfaden erklärt den aktuellen Rechtsrahmen, die Rolle der GGL, die steuerliche Behandlung von Wettgewinnen, was die neuen Regeln praktisch für Ihre Wettaktivitäten bedeuten, und den rechtlichen Status der Nutzung von Offshore-Brokern wie BetInAsia, AsianConnect und MadMarket aus Deutschland.

Der GlüStV 2021: Was hat sich geändert?

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (Gemeinsamer Glücksspielstaatsvertrag der Länder – GlüStV 2021) trat am 1. Juli 2021 in Kraft. Er stellt die umfassendste Reform des deutschen Glücksspielrechts seit Einführung des ersten Glücksspielstaatsvertrags dar und schafft erstmals einen legalen, lizenzierten Markt für Online-Sportwetten, Online-Poker und virtuelle Automatenspiele in Deutschland.

Der GlüStV 2021 löste den jahrelangen Rechtsstreit zwischen den Bundesländern, der EU-Kommission und privaten Anbietern ab. Er schaffte einen belastbaren Kompromiss: Online-Sportwetten sind nun legalisiert und reguliert, sofern die Anbieter eine entsprechende Erlaubnis der GGL besitzen.

Wichtigste Neuerungen des GlüStV 2021

  • Einheitliche Regulierung durch die GGL: Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist seit dem 1. Januar 2023 als zentrale Behörde für Online-Glücksspiele operativ tätig. Sie bündelt Lizenzierung, Aufsicht und Durchsetzung aller 16 Bundesländer.
  • Formales Lizenzsystem: Anbieter, die deutsche Spieler bedienen wollen, müssen eine Erlaubnis der GGL einholen. Der Betrieb ohne Erlaubnis mit gezielter Ansprache deutscher Kunden ist eine Ordnungswidrigkeit.
  • Monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €: Pro Spieler und Monat dürfen bei allen lizenzierten Anbietern zusammen maximal 1.000 € eingezahlt werden. Das LUGAS-System überwacht dieses Limit anbieterübergreifend in Echtzeit.
  • Eingeschränkte Live-Wetten: Bei Live-Wetten sind nur Ergebniswetten zulässig (Spielausgang, Halbzeitergebnis, Gesamttore). Ereigniswetten auf Einzelereignisse innerhalb eines Spiels (Ecken, Karten, nächster Torschütze) sind live verboten.
  • Spielerschutzinstrumente: Lizenzierte Anbieter müssen Einzahlungslimits, Verlustlimits, Zeitlimits, eine Panik-Schaltfläche und Selbstsperroptionen für alle Kunden bereitstellen.
  • LUGAS-System: Das Länderübergreifende Glücksspiel-Aufsichts-System ermöglicht die anbieterübergreifende Überwachung des monatlichen Einzahlungslimits und von Selbstsperren. Alle lizenzierten Anbieter sind an LUGAS angebunden.
  • Selbstsperrregister: Spieler können sich über alle GGL-lizenzierten Anbieter hinweg sperren lassen. Die Sperre gilt für alle angebundenen Betreiber gleichzeitig.
  • Werbebeschränkungen: Glücksspielwerbung im TV und Radio ist vor 21:00 Uhr verboten. Für Online-Werbung, Influencer-Marketing und Sponsoring gelten strenge Regeln. Werbung, die sich an Personen unter 18 Jahren richtet, ist untersagt.
  • Trennungsgebot: Anbieter dürfen unter demselben Konto-Login nicht gleichzeitig Online-Casino-Spiele und Sportwetten anbieten. Separate Sitzungen sind erforderlich.
  • Durchsetzungsbefugnisse: Die GGL kann Bußgelder verhängen, Zahlungsdienstleister anweisen und DNS-Anbieter zur Sperrung nicht lizenzierter Angebote verpflichten.

Der GlüStV 2021 trat stufenweise in Kraft; nicht alle Bestimmungen galten sofort ab dem 1. Juli 2021. Ab 2026 ist der Kern des Lizenz- und Spielerschutzrahmens vollständig operativ.

Die GGL: Der neue Glücksspielregulator erklärt

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist Deutschlands erste gemeinsame, länderübergreifende Regulierungsbehörde für Online-Glücksspiele. Sie wurde durch den GlüStV 2021 gegründet, nahm am 1. Januar 2023 ihren operativen Betrieb auf und hat ihren Sitz in Halle (Saale). Das Verständnis der GGL-Funktion hilft deutschen Wettenden zu beurteilen, welche Anbieter den deutschen Regeln unterliegen und welche nicht.

Kernaufgaben der GGL

  • Erteilung von Erlaubnissen für Online-Sportwetten, Online-Poker und virtuelle Automatenspiele
  • Überwachung der Einhaltung des GlüStV 2021 durch lizenzierte Anbieter
  • Verwaltung des LUGAS-Spielerschutzsystems
  • Verfolgung und Ahndung von Verstößen gegen das Glücksspielrecht
  • Regulierung der Glücksspielwerbung und des Sponsorings
  • Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern und Hostinganbietern zur Unterbindung illegaler Angebote
  • Herausgabe verbindlicher Richtlinien für lizenzierte Anbieter

Wer benötigt eine GGL-Erlaubnis?

Jeder Anbieter, der in Deutschland ansässigen Personen Online-Glücksspiele anbietet, benötigt die entsprechende Erlaubnis der GGL. Dies gilt für:

  • Online-Sportwettenanbieter
  • Online-Casinos und Anbieter virtueller Automatenspiele
  • Online-Poker-Anbieter
  • B2B-Technologie- und Zahlungsdienstleister, die lizenzierte Betreiber beliefern

Offshore-Anbieter, die nicht aktiv auf deutsche Kunden ausgerichtet sind, sind nicht zur Einholung einer GGL-Erlaubnis verpflichtet. Als „aktive Ausrichtung" gilt insbesondere: deutschsprachige Werbung, Akzeptanz von in Deutschland ausgestellten Zahlungsmitteln, deutschsprachiger Kundendienst oder die gezielte kommerzielle Ausrichtung auf den deutschen Markt.

Durchsetzungsansatz der GGL

Die GGL konzentriert ihre Durchsetzungstätigkeit vorrangig auf Anbieter, die ohne Erlaubnis aktiv deutschen Kunden gegenübertreten – durch Massenwerbung, Sponsoring oder direkte Kundenakquise. Die Behörde kann Bußgelder verhängen, Zahlungsströme unterbrechen und DNS-Blockaden anordnen.

Wichtig: Das Gesetz kriminalisiert deutsche Wettende nicht für die Nutzung von Offshore-Anbietern. Die Durchsetzungslast liegt beim Betreiber, nicht beim Kunden.

Besteuerung von Wettgewinnen: Die deutsche Regelung

Deutschland zählt zu den europäischen Ländern, in denen Sportwettgewinne für die meisten Wettenden grundsätzlich einkommensteuerlich nicht erfasst werden – ein erheblicher struktureller Vorteil für jeden, der ernsthaft profitabel wetten will.

Die rechtliche Grundlage steuerfreier Wettgewinne

Nach dem deutschen Einkommensteuergesetz (EStG) sind Glücksspielgewinne in § 22 EStG nicht als steuerbare Einkunftsart aufgeführt. Sportwettgewinne gelten als Zufallseinkünfte, nicht als Einkommen aus Kapital, Gewerbebetrieb oder sonstiger Tätigkeit. Für die überwiegende Mehrheit der deutschen Wettenden – ob bei GGL-lizenzierten Anbietern oder über Offshore-Broker – sind Wettgewinne grundsätzlich einkommensteuerfrei.

Es besteht keine allgemeine Deklarationspflicht für Sportwettgewinne. Sie müssen keine Steuererklärung für Wettgewinne einreichen, und die Gewinne wirken sich nicht auf andere Steuerpflichten aus. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie bei einem GGL-lizenzierten Anbieter, einem Offshore-Broker oder einer Wettbörse wetten.

Die Sportwettensteuer – wer zahlt sie?

Deutschland erhebt nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz (RennwLottG) eine Sportwettensteuer von 5 % auf den Wetteinsatz. Entscheidend: Diese Steuer wird vom Wettanbieter abgeführt, nicht vom Spieler.

In der Praxis bedeutet die 5-%-Steuer, dass GGL-lizenzierte Anbieter entweder ihre Quoten entsprechend anpassen oder die Steuer intern absorbieren. Für Wettende hat die Sportwettensteuer keine direkte persönliche Steuerpflicht zur Folge. Offshore-Broker wie BetInAsia, AsianConnect und MadMarket, die nicht in Deutschland lizenziert sind, unterliegen nicht der deutschen Sportwettensteuer – dies ist einer der Gründe, warum erfahrene Wettende über diese Plattformen bessere Nettoquoten erhalten können.

Die Ausnahme: Gewerbsmäßiges Wetten

Die Steuerfreiheit von Wettgewinnen hat eine potenzielle Ausnahme: Wenn das Wetten in einer Art und Weise betrieben wird, die steuerlich als Gewerbebetrieb eingestuft werden könnte (§ 15 EStG), sind die Einkünfte grundsätzlich gewerblich steuerpflichtig.

In der deutschen Rechtsprechung wurde das professionelle Sportwetten bisher jedoch regelmäßig nicht als Gewerbebetrieb eingestuft, da Wetten maßgeblich vom Zufall abhängen. Die Klassifizierung als Gewerbebetrieb ist daher in der Praxis sehr selten. Wer hauptberuflich wettet und erhebliche regelmäßige Gewinne erzielt, sollte dennoch einen auf Glücksspielsteuerrecht spezialisierten Steuerberater hinzuziehen.

Vergleich mit anderen Ländern

Im Vereinigten Königreich sind Wettgewinne für Einzelpersonen ebenfalls steuerfrei (HMRC-Praxis). Im Vergleich dazu zahlen britische Anbieter jedoch eine erheblich höhere Steuer (21 % Point of Consumption Tax auf Bruttospielerträge). Die deutschen GGL-lizenzierten Anbieter zahlen 5 % Sportwettensteuer auf Einsätze – eine niedrigere Belastung als in Großbritannien, aber höher als in den Offshore-Jurisdiktionen Curaçao oder Isle of Man, in denen die Partnerbroker lizenziert sind. Die Steuer des Anbieter schlägt sich letztlich in den angebotenen Quoten nieder.

Rechtsstatus von Offshore-Wettbrokern aus Deutschland

Dies ist die für Nutzer von BetInAsia, AsianConnect oder MadMarket aus Deutschland unmittelbar relevante Frage. Die Antwort ist eindeutig: Die Nutzung dieser Broker ist legal.

Warum Offshore-Broker legal zugänglich sind

Das deutsche Recht verbietet es Einwohnern nicht, bei in anderen Jurisdiktionen lizenzierten Anbietern Wetten zu platzieren. Der relevante Rechtsrahmen richtet sich gegen Anbieter, die ohne Erlaubnis in Deutschland tätig werden; er stellt das Wetten beim lizenzierten ausländischen Anbieter für den Spieler nicht unter Strafe. Ein in Deutschland ansässiger Wettender, der über einen in Curaçao lizenzierten Broker wettet, begeht nach deutschem Recht keine Straftat.

Alle drei Partnerbroker betreiben ihre Dienste unter legitimen Lizenzen:

  • BetInAsia: In Curaçao lizenziert, seit 2011 in Betrieb
  • AsianConnect: In Curaçao lizenziert, der älteste Wettbroker der Branche (gegründet 2002)
  • MadMarket: Gegründet 2023, unter anwendbarem Lizenzierungsrahmen betrieben

Curaçaos Gaming Control Board betreibt seit 1996 ein Online-Glücksspiel-Lizenzsystem und ist eine der meistgenutzten Lizenzisjurisdiktionen weltweit, unter der rund 85 % der Online-Glücksspielanbieter global operieren.

GGL-Durchsetzung und Offshore-Anbieter

Der Durchsetzungsschwerpunkt der GGL liegt bei Anbietern, die ohne Erlaubnis aktiv auf den deutschen Markt zugreifen – durch Massenwerbung, Sponsoring oder gezielte Kundenakquise im deutschen Markt. Broker wie BetInAsia und AsianConnect bedienen primär professionelle und semi-professionelle Wettende, die sie aktiv suchen, anstatt massenmediale Werbung auf den deutschen Markt zu richten. Diese Unterscheidung ist für die Priorisierung der GGL-Durchsetzungsmaßnahmen relevant.

Für deutsche Wettende gilt: Die Nutzung von Offshore-Brokern bringt kein rechtliches Risiko mit sich. Der GlüStV 2021 enthält keine Bestimmungen, die Kunden nicht lizenzierter Anbieter kriminalisieren.

Der Zugang zu PS3838 (Pinnacles B2B-Plattform) über einen Broker ist der bevorzugte Weg für deutsche Wettende, um die schärfsten Quoten des Markts zu nutzen. Unser vollständiger Leitfaden zur Pinnacle-Nutzung aus Deutschland erklärt die Optionen im Detail.

Empfohlene Broker für deutsche Wettende

Wichtige regulatorische Besonderheiten für erfahrene Wettende

Monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €

Der GlüStV 2021 schreibt für GGL-lizenzierte Anbieter ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € pro Spieler vor, das über das LUGAS-System anbieterübergreifend in Echtzeit überwacht wird. Ein Spieler kann bei Anbieter A und Anbieter B zusammen nicht mehr als 1.000 € pro Monat einzahlen. Spieler können eine Erhöhung des Limits beantragen, was jedoch mit Wartezeiten und zusätzlichen Identifikationsschritten verbunden ist.

Für Profiwettende mit erheblichem Wettumsatz ist dieses Limit das am stärksten einschränkende Element des deutschen Regulierungsrahmens. Offshore-Broker unterliegen dem deutschen LUGAS-System nicht – sie haben keine durch das GlüStV 2021 vorgeschriebenen Einzahlungslimits. Dies ist einer der Hauptgründe, warum professionelle Wettende in Deutschland Offshore-Broker gegenüber lizenzierten inländischen Anbietern bevorzugen.

Einschränkungen bei Live-Wetten

Der GlüStV 2021 schränkt das Live-Wett-Angebot GGL-lizenzierter Anbieter erheblich ein. Erlaubt sind nur Ergebniswetten auf Spielausgang, Halbzeitergebnis und Tore. Verboten sind Live-Wetten auf Einzelereignisse innerhalb eines Spiels (sogenannte Ereigniswetten): Ecken, Karten, nächster Torschütze oder ähnliche Märkte sind live nicht zulässig.

Dies ist eine wesentliche Einschränkung gegenüber dem britischen und anderen europäischen Märkten. Offshore-Broker sind von dieser Einschränkung nicht betroffen – über Plattformen wie BetInAsia BLACK oder MadMarket Edge stehen sämtliche Live-Märkte zur Verfügung, die professionelle Wettende kennen und nutzen.

LUGAS-Selbstsperre

Das LUGAS-System ermöglicht eine zentrale, anbieterübergreifende Selbstsperre für alle GGL-lizenzierten Anbieter. Registrierte Spieler können sich von allen angebundenen Betreibern sperren lassen. Diese Sperre gilt ausschließlich für lizenzierte Anbieter; Offshore-Broker liegen außerhalb des LUGAS-Systems.

Werbebeschränkungen

Glücksspielwerbung ist im Rahmen des GlüStV 2021 strengen Regeln unterworfen. TV- und Radiowerbung vor 21:00 Uhr ist verboten. Für Online-Werbung, Influencer-Marketing und Sponsoring gelten strenge Beschränkungen. Für erfahrene Profiwettende, die bei Brokern aktiv sind, ist diese Beschränkung praktisch irrelevant – Broker richten sich an ein professionelles Publikum und nicht an den Massenmarkt.

Zahlungsmethoden und Kreditkartenbeschränkungen

Viele GGL-lizenzierte Anbieter lehnen Kreditkartenzahlungen für Glücksspieleinsätze ab. Debitkarten, Banküberweisungen (SEPA), E-Wallets (Sofort/Klarna, PayPal, Skrill, Neteller) und Kryptowährungen sind bei den meisten Anbietern weiterhin akzeptiert. Offshore-Broker akzeptieren in der Regel die gängigen internationalen Zahlungsmethoden. Bei Ablehnung eines Einzahlungsversuchs löst der Wechsel zu Skrill oder Neteller das Problem in fast allen Fällen.

Deutschland vs. UK-Regulierung: Vergleich für Profiwettende

Das Wettregulierungsumfeld in Deutschland und Großbritannien unterscheidet sich in mehreren für professionelle Wettende wesentlichen Punkten:

Faktor Deutschland (GGL / GlüStV 2021) UK (UKGC)
Besteuerung der SpielergewinneGrundsätzlich steuerfrei (EStG)Steuerfrei (gleiche Ausnahme)
Operateursteuersatz5 % Sportwettensteuer auf Einsätze21 % Point of Consumption Tax
Monatl. Einzahlungslimit Sportwetten1.000 € (LUGAS, anbietterübergr.)Kein gesetzl. Limit (aber Affordability Checks)
Live-WettenNur Ergebniswetten (GGL-Anbieter)Unbegrenzt
KreditkartenverbotBranchenpraxis (viele Anbieter)Ja (gesetzlich seit April 2020)
SelbstausschlusssystemLUGAS (anbieterübergreifend)GAMSTOP
Obligat. LeistbarkeitsüberprüfungenNicht für Sportwetten vorgeschriebenFür Hochausgabe-Kunden eingeführt

Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € ist der strukturell bedeutendste Unterschied für professionelle Wettende in Deutschland. Es beschränkt den Wettumsatz über GGL-lizenzierte Anbieter erheblich – ein Limit, das in Großbritannien und anderen großen Wetzmärkten nicht existiert. Offshore-Broker liegen außerhalb dieses deutschen Rahmens.

Die Live-Wettbeschränkungen im deutschen lizenzierten Markt sind erheblich restriktiver als in anderen europäischen Ländern. Für erfahrene Wettende, die breite Live-Märkte nutzen wollen, sind Offshore-Plattformen praktisch alternativlos.

Großbritannien hat sich zuletzt mit obligatorischen Leistbarkeitsüberprüfungen (Affordability Checks) stärker in Richtung Einschränkungen für Hocheinsatzwettende bewegt. Deutschland hat solche Prüfungen für Sportwetten noch nicht eingeführt – dies könnte sich mit zunehmender Reife der GGL jedoch ändern.

Verantwortungsvolles Glücksspiel in Deutschland

Der GlüStV 2021 hat umfangreiche Spielerschutzanforderungen für GGL-lizenzierte Anbieter eingeführt:

  • Pflichtinstrumente für Spieler: Alle lizenzierten Anbieter müssen Einzahlungslimits, Verlustlimits, Zeitlimits, eine Panik-Schaltfläche und Selbstsperroptionen für alle Kunden bereitstellen
  • LUGAS: Anbieterübergreifendes Spielerschutzsystem für Selbstsperren und Einzahlungslimits
  • Altersverifikation: Pflichtprüfung unmittelbar nach Kontoeröffnung; Mindestalter ist 18 Jahre
  • Spielsuchthinweise: Lizenzierte Anbieter müssen in allen Kommunikationsmitteln klar auf die Risiken des Glücksspiels hinweisen
  • Trennungsgebot: Casino- und Sportwetten-Angebote dürfen nicht unter demselben Konto-Login angeboten werden

Für Wettende, die ihr Wetten als disziplinierte, fertigkeitsorientierte Tätigkeit betreiben, sind diese Maßnahmen primär als Hintergrundinformation relevant. Falls Sie oder jemand in Ihrem Umfeld Bedenken bezüglich des Spielverhaltens haben, bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter der kostenlosen Rufnummer 0800 137 27 00 vertrauliche Unterstützung und Beratung.

Praktische Zusammenfassung für deutsche Wettende in 2026

Das regulatorische Umfeld nach dem GlüStV 2021 lässt sich für erfahrene deutsche Wettende wie folgt zusammenfassen:

  • Ihre Wettgewinne sind grundsätzlich einkommensteuerfrei – die 5-%-Sportwettensteuer zahlt der Anbieter, nicht Sie.
  • Die Nutzung von Offshore-Brokern (BetInAsia, AsianConnect, MadMarket) ist legal. Kein deutsches Gesetz stellt die Nutzung lizenzierter Offshore-Anbieter durch Wettende unter Strafe.
  • Das 1.000-€-Einzahlungslimit gilt nur für GGL-lizenzierte Anbieter – Offshore-Broker unterliegen dem LUGAS-System nicht.
  • Live-Wettbeschränkungen gelten nur bei deutschen lizenzierten Anbietern – über Offshore-Broker stehen sämtliche Live-Märkte zur Verfügung.
  • Kontobeschränkungen durch Softbooks bleiben das hauptsächliche praktische Hindernis für profitables Wetten. Broker sind die Lösung: Sie schränken Gewinnkonten niemals ein. Unser Leitfaden zu Kontobeschränkungen liefert das vollständige Bild.
  • Broker-Vergleich: Alle drei Partner bieten legalen, legitimen Zugang zu PS3838 und Sharp-Book-Quoten aus Deutschland. Unsere Broker-Vergleichsseite hilft Ihnen bei der Entscheidung nach Ihren Prioritäten.

Die Kombination aus grundsätzlich steuerfreien Gewinnen und dem Zugang zu Offshore-Brokern ohne die GlüStV-Beschränkungen ermöglicht es professionellen Wettenden in Deutschland, weiterhin effektiv zu operieren. Das 1.000-€-Einzahlungslimit und die Live-Wett-Beschränkungen der lizenzierten Anbieter machen Offshore-Broker für Profis jedoch praktisch unumgänglich.

Häufig gestellte Fragen

Sind Sportwettgewinne in Deutschland steuerpflichtig?

Für die große Mehrheit der Wettenden: Nein. Sportwettgewinne sind in Deutschland nach dem EStG grundsätzlich nicht als steuerbares Einkommen zu deklarieren. Die Sportwettensteuer von 5 % auf Einsätze wird vom Anbieter gezahlt, nicht vom Spieler. Eine Ausnahme kann theoretisch gelten, wenn das Wetten gewerbsmäßig betrieben wird – dies wird von deutschen Gerichten jedoch nur selten anerkannt. Wettende mit regulärem Erwerbseinkommen müssen ihre Wettgewinne grundsätzlich nicht versteuern.

Ist die Nutzung eines Wettbrokers in Deutschland legal?

Ja, vollständig legal. Das deutsche Recht verbietet Einwohnern nicht die Nutzung lizenzierter Offshore-Anbieter. BetInAsia, AsianConnect und MadMarket sind alle in ihrer jeweiligen Jurisdiktion lizenziert (primär Curaçao). Der GlüStV 2021 richtet sich gegen Anbieter, die ohne Erlaubnis aktiv deutsche Kunden ansprechen – er stellt die Nutzung solcher Dienste durch Wettende nicht unter Strafe. Deutsche Wettende, die diese Broker nutzen, sind keinerlei rechtlichem Risiko ausgesetzt.

Was ist die GGL und was reguliert sie?

Die GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) ist die zentrale, länderübergreifende Regulierungsbehörde für Online-Glücksspiele in Deutschland, gegründet durch den GlüStV 2021, seit dem 1. Januar 2023 operativ tätig, mit Sitz in Halle (Saale). Sie lizenziert und überwacht alle Online-Glücksspielanbieter, die deutsche Kunden bedienen wollen, setzt den GlüStV 2021 durch und verwaltet das LUGAS-Spielerschutzsystem. Sie ersetzte das fragmentierte System der bisherigen Länderregulierung.

Gibt es in Deutschland Einsatzlimits für Sportwetten?

Für GGL-lizenzierte Anbieter gilt ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € pro Spieler (anbieterübergreifend über LUGAS). Dies ist keine direkte Einsatzgrenze pro Wette, schränkt aber den monatlichen Wettumsatz erheblich ein. Zudem sind Live-Wetten bei lizenzierten Anbietern auf Ergebniswetten beschränkt. Offshore-Broker, über die professionelle Wettende ihre Hauptaktivität abwickeln, unterliegen diesen nationalen Limits nicht.